Beim ersten Gespräch sagten sie kaum ein Wort. Hörten zu. Hielten die Teetasse in der Hand, legten die Handflächen um die Tischkante, machten sich gerade entlang der Stuhllehnen. Nicken oder Kopfschütteln auf meine Fragen. Gibt es ein Familiengrab? Möchten Sie den Vater noch einmal sehen? Möchten Sie Trauerkarten? Eine Trauerfeier? Möchten Sie das Abschiedshaus anschauen? Den Pappelholzsarg anschauen?
Nach nur fünfunddreißig Minuten verabschiedeten wir uns. Keine Fragen. Sie gingen. Zu meiner Bürokollegin sagte ich danach „Ich bin unsicher, ob sie bleiben.“ Aber schon eine Stunde später klingelte das Telefon. „Wir möchten, dass Sie unseren Vater bestatten und kommen dann morgen zum Termin.“
Drei Männer. Drei Brüder. Drillinge.
„Das war selten damals“, sagt Heiko. Es ist einer der wenigen persönlichen Sätze. Heiko kam als erster zur Welt. Er soll unterschreiben meinen die Brüder Harald und Holger. Sie sagen es nicht, sie schauen ihn nur an. Er schaut mich an.
